ATP Wetten in der Schweiz 2026
Stand: 19. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsübersicht der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
# ATP Wetten in der Schweiz 2026: Wettanbieter, Quoten und Kosten im Überblick
Wer in der Schweiz auf die ATP Tour wetten will, hat nicht die Auswahl, die ihm Werbung im Internet suggeriert. Seit dem Geldspielgesetz von 2019 dürfen nur zwei Grossspiele Sportwetten anbieten, und jede Wette auf Tennis läuft über eine davon. Diese Seite ordnet das ein: Wer eine Bewilligung hat und wer nicht, wie Quoten auf Sand, Hartplatz und in der Halle zustande kommen, was Limits und Spielsperren konkret bedeuten und wo die Kosten einer Wette – jenseits des Einsatzes – liegen.

ATP Tennis hat im Herrenbereich drei klare Beläge, eine Saison, die im Januar beginnt und im November endet, und einen Strafverlauf, der über die Quote stärker entscheidet als die Weltrangliste. Wer das versteht, liest eine 1.55 anders als ein blinder Blick auf den Favoriten.
Was die ATP Tour 2026 prägt: Belag, Spielplan, Formkurve
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Die Saison 2026 ist am 2. Januar 2026 gestartet. Carlos Alcaraz hat das Finale der Australian Open gegen Novak Đoković mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 gewonnen. Die vier Grand-Slam-Turniere veranstaltet die ITF, nicht die ATP – sie liegen ausserhalb der Tour-Wertung, gehören aber zu jedem Spielkalender, auf den gewettet wird.

Die ATP Tour 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München sind 2025 in die 500er-Kategorie aufgestiegen. Im Jahr 2024 waren es 13 ATP-500- und 38 ATP-250-Turniere. Die Zahlen sind kein Selbstzweck: Sie zeigen, dass die mittlere Kategorie 2025 dichter wurde und 250er-Turniere weniger dicht – wer «nur Masters 1000» spielt, verpasst ein Drittel der Ansetzungen, die in der Breite Quote bieten. Die ATP Finals bilden im November den Abschluss für die acht besten Spieler der Saison.
Was die Quote treibt. Belag ist der wichtigste Faktor, nicht der Name. Auf Sand sind andere Spieler Spitze als auf Hartplatz oder in der Halle; ein Spieler, der auf Sand 70 % seiner Matches gewinnt, kann auf Hartplatz bei 55 % liegen. Die Form der letzten Wochen schlägt den Weltranglistenplatz, weil Ranglistenpunkte über ein ganzes Jahr laufen und ein Spieler verletzt gewesen sein kann. Bei Best-of-Three auf ATP-Niveau (Ausnahme: Grand Slams Best-of-Five) entscheidet oft der erste Aufschlag, und Serve-Geschwindigkeit korreliert mit Quote. Wer das ignoriert, wettet Quote gegen die eigene Intuition.
Zwei Veranstalter, ein duopol: Sporttip und Jouez Sport
In der Schweiz gibt es nicht «zehn Anbieter», von denen der eine etwas besser ist als der andere. Es gibt zwei, in gesetzlich definierten Gebieten, mit unterschiedlichen Produkten aber derselben Bewilligungslogik.
Swisslos Sporttip – das deutsche Sprachgebiet plus Liechtenstein
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.
Das Vertragsgebiet von Sporttip umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Spielerkonto eröffnen. Wer anderswo in der Schweiz wohnt, kann es nicht, und der Zugang wird bei der Registrierung gegen die Adress-Datenbanken geprüft, die aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen werden.
Mindestens 18 Jahre, keine bestehende Spielsperre und genau ein Konto pro Person – das sind die harten Voraussetzungen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, das gilt für jeden Spieler, Trainer und Schiedsrichter. Sporttip ist für den Alltag eines Tennisfans in der Deutschschweiz die einzige seriöse Anlaufstelle.
Loterie Romande Jouez Sport – die Westschweiz
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; ihre Adresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer im Espace Mittelland lebt und kein Französisch spricht, kann trotzdem spielen – die Online-Plattform ist zweisprachig, die Verkaufsstellen nicht.
Jouez Sport folgt derselben Gesetzeslogik wie Sporttip, hat aber eigene Spielregeln, eigene Quoten und eigene Produktnamen. Das ist wichtig, weil identische Wettmärkte – ein Match Alcaraz gegen Rune, ein Handicap, ein Over/Under – auf beiden Plattformen mit anderer Quote stehen können. Wer in der Romandie wohnt, spielt bei der Loterie Romande; wer die Quote vergleichen will, braucht ein zweites Konto und einen Wohnsitz im jeweils anderen Vertragsgebiet – oder einen Blick in die Spielregel-PDFs, die veröffentlichen aber keine Quote-Historie.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung
Neben den zwei Veranstaltern findet sich online eine Reihe internationaler Marken, die in anderen Ländern eine Lizenz haben, in der Schweiz aber keine. Curaçao, Malta oder Deutschland – keine dieser Lizzenen gilt hierzulande.
Die wichtigsten Marken, die im ATP-Kontext auftauchen: Rabona, Jackbit, Sportuna, Fezbet, Boomerang Bet, Powbet, Hornetbet und BetFury. Sie alle haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, gewähren keinen Schweizer Rechtsweg und können jederzeit auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, was ihre Domain in der Schweiz per DNS-Sperre unerreichbar macht. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft; das organisieren solcher Wetten ohne Schweizer Bewilligung steht unter Strafe – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Schutz oder eine Fairness-Kontrolle existiert nicht.
Was bleibt, ist eine Marktplatz-Frage: Wer aus Gewohnheit, Gewohnheitskosten oder Quote-Vergleich bei einer dieser Marken spielt, spielt ohne den Schutz des Schweizer Gesetzes. Gewinne unterliegen je nach Kanton anders der Einkommensteuer – Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag, andere Kantone milder. Wer eines dieser Konten führt, sollte sich der Konsequenzen bewusst sein, bevor er ein ATP-Spiel ankreuzt.
Die Rechtslage: Gespa, BGS und die geschlossene Liste
Die zentrale Stelle heisst Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), seit 1. Januar 2019 in Kraft, stuft Online-Sportwetten als Grossspiel ein (Art. 3 lit. c und e); die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport.

Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Liste der Gespa mit erlaubten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, Version 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden – Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Damen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglisten-Wetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe, Eckball- und Kartenwetten sowie Esports sind auf der Liste nicht zu finden. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte.
Eine Lizenz zum Beispiel aus Malta oder Curaçao hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft. Was im Ausland eine Lizenz ist, ist hier eine fehlende Bewilligung.
Schutz vor Verlusten: Limiten und Spielsperre
Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er Spielende vor der ersten Wette eigene Limiten setzen lässt (Art. 87 VGS). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen allerdings 72 Stunden an.
Bei Sporttip sind die Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage zu setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; wer unter 21 ist, hat eine Oberlimite von CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Kontrollkäufe der Gespa 2025 haben an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen einen Sporttipp an einen Minderjährigen verkauft. Das ist die Realität an der Kasse, nicht an der App – und es ist der Grund, warum der Online-Kanal die Spielregeln tatsächlich kontrollieren kann und der Verkaufsstellenkanal es in der Praxis nur halb schafft.
Wettarten und Quoten: wie aus einem Belag ein Preis wird
Tennis bietet eine ungewöhnlich breite Palette an Wettarten, und ATP-Turniere haben eigene Spielregeln, die der Veranstalter abbildet. Wer die Logik versteht, liest jede Quote mit anderen Augen.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Eine Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ergebnis, eine Quote, Einsatz mal Quote ergibt den möglichen Bruttogewinn. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Eine Kombiwette vervielfacht die Quoten aller Voraussagen, und der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten). Bei einer Voraussage von 1.50, 1.80 und 2.20 ergibt sich 5.94 – der Bruttogewinn ist das 5,94-fache des Einsatzes. Risiko und möglicher Gewinn skalieren gleich.
Eine Systemwette kombiniert mehrere Wetten in einer Struktur, bei der auch Teile des Scheins gewinnen können, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000.
Eine Beispielrechnung mit fiktiven Quoten. Auf einem fiktiven Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 und 1.90 sieht die Rechnung so aus: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95. Das ist die Auszahlungsquote des Marktes – 95 % der Einsätze werden im Mittel zurückgezahlt. Der Rest ist die Marge des Anbieters, also 5 %.
Auf einem realen Markt liegen die Quoten selten symmetrisch. Wenn die Favoritenquote 1.55 und die Aussenseiterquote 2.55 ist, ergibt sich: 1 ÷ (1/1.55 + 1/2.55) = 1 ÷ (0,6452 + 0,3922) = 1 ÷ 1,0374 = 0,964 – also rund 96,4 % Auszahlungsquote, 3,6 % Marge. Das illustriert, was jeder Tennisfan auf dem Wettschein sieht: Auf einem stark asymmetrischen Markt ist die Marge meist kleiner als auf einem symmetrischen, weil der Buchmacher den Favoriten künstlich drückt, um den Aussenseiter anzulocken.
Spielsieger, Handicap, Over/Under
Die Spielsieger-Wette ist die Grundform: Wer gewinnt das Match? Bei ATP-Turnieren wird in der Regel Best-of-Three gespielt – ein Sieg in zwei Sätzen reicht. Die Grand Slams spielen Best-of-Five; das wirkt sich auf die Quote aus, weil das Risiko für den Favoriten über drei Gewinnsätze grösser ist als über zwei.
Handicap-Wetten gleichen ungleiche Paarungen aus. Ein -1,5-Satz-Handicap auf den Favoriten bedeutet, dass er das Match 2:0 in Sätzen gewinnen muss, damit die Wette hält. Bei ATP-Turnieren ist das eine harte Wette – Sätze sind gross und entscheiden oft den Match-Verlauf.
Over/Under-Wetten gibt es auf Anzahl Spiele, Anzahl Sätze, Anzahl Asse, Anzahl Doppelfehler. Bei einem Best-of-Three-Match auf Hartplatz liegt die Linie für Over/Under Spiele typischerweise bei 21,5 oder 22,5.
Satzwetten – Wette auf den Sieger des ersten Satzes, auf den genauen Satzstand (2:0 oder 2:1), auf einen Tiebreak im Match – sind eigene Märkte mit eigenen Margen.
Was die Marge kostet. Jede Quote enthält eine Marge des Anbieters. Auf einem 1X2-Markt in einer symmetrischen Konstellation mit Quoten 1.90/1.90 liegt die Marge bei rund 5 %. Das heisst: Von jedem Franken, der auf diesem Markt gesetzt wird, behält der Buchmacher im Mittel etwa 5 Rappen. Wer regelmässig auf Märkten mit 5 % Marge spielt, verliert auf lange Sicht 5 % seines Einsatzes – das ist der Preis des Spiels, nicht der Quote.
Cash-Out, Live-Wetten und Kombiboost
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten – eine Klausel, die bei ATP-Matches meist irrelevant ist, bei Fussball mit Elfmeter und Videoschiedsrichter aber oft den Unterschied macht.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Eine versehentlich angenommene Kombination ohne diese Funktion kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
ATP-Saisonkalender 2026: was wann zur Verfügung steht
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November. Im Januar startet die Saison mit den Australian Open, Anfang Februar folgen ATP-250-Turniere und die europäischen Hallenturniere. Im März beginnt die amerikanische Hartplatz-Saison mit den Masters-1000 in Indian Wells und Miami. Im Frühling folgt die europäische Sandplatzsaison mit den Masters-1000 in Monte Carlo, Madrid und Rom. Im Sommer kommt Wimbledon mit Best-of-Five, danach die nordamerikanische Hartplatzsaison mit den Masters-1000 in Montreal/Cincinnati und den US Open. Im Herbst läuft die asiatische und europäische Indoor-Saison, im November die ATP Finals.
Was das für die Quote heisst. Auf Sand sind Sandplatz-Spezialisten Spitze, Quote-Spreads sind gross. Auf Hartplatz in Miami im März sind andere Spieler vorne als an den French Open im Juni. Auf Hallenbelägen im November sind wieder andere Spacer basenrelevant.
Wer auf eine Quote blickt, sollte wissen, in welchem Zeitfenster das Match liegt. Wer auf einen Match im August wettet, wettet auf nordamerikanische Hartplatzbedingungen und andere Match-Verläufe als im Mai auf Sand. Das ist kein Detail – es verschiebt die Quote, weil die Spielerprofile andere sind.
Wie eine Wette wirklich abgerechnet wird
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Bei einem ATP-Match wird die reguläre Spielzeit in der Regel mit zwei Gewinnsätzen gespielt (Best-of-Three). Wird ein Match vor dem ersten Ballwechsel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, wird die Wette in der Regel rückerstattet. Eine verschobene Startzeit allein ist noch kein Grund zur Rückerstattung – wer auf ein Match wettet, das auf 19:00 angesetzt war und erst um 21:00 beginnt, behält die Wette in der Regel.
Bei Live-Wetten wird das Ergebnis nach dem tatsächlichen Ende des Matches gewertet, nicht nach dem Zeitpunkt der Wettabgabe. Wer live auf einen Match siegreich gewettet hat, als der erste Satz schon verloren war, hat trotzdem eine Wette auf das Endergebnis platziert – und die Quote spiegelt den Stand zum Zeitpunkt der Wettabgabe wider, nicht den Endstand.
Kosten jenseits des Einsatzes
Der Einsatz ist die offensichtliche Kostenlinie. Weniger offensichtlich sind vier weitere.
Die Marge des Marktes, in jedem Preis eingerechnet. Eine durchschnittliche Auszahlungsquote von 95 % auf einem Markt mit Quoten 1.90/1.90 entspricht einer Marge von 5 %. Wer jeden Monat 1’000 CHF auf solchen Märkten setzt, verliert auf lange Sicht etwa 50 CHF – das ist der Preis, den der Markt nimmt, nicht der persönliche Verlust.
Die Verlustlimite, die der Spielende vor der ersten Wette setzt. Wer sich auf CHF 9’999 im Monat limitiert, kann im schlimmsten Fall CHF 9’999 verlieren – das ist die Sicherheitslinie, nicht das Budget. Wer höher spielen will, muss 72 Stunden warten.
Die Spielsperre, die im Zweifel mehr kostet als jeder Verlust. Wer eine unbefristete Spielsperre einträgt, ist für alle Schweizer Veranstalter gesperrt, auch für Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Wer sie vor Ablauf von drei Monaten aufheben will, braucht eine Fachstelle.
Die Opportunitätskosten einer ausländischen Marke. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung spielt, verzichtet auf den Schutz des Schweizer Gesetzes, auf die Spielsperre und auf die Verlustlimite des Schweizer Systems – und riskiert, dass die Domain auf die Sperrliste gesetzt wird. Wer bei einer Schweizer Marke spielt, nimmt eine oft engere Auswahl an Wettarten in Kauf.
Vergleich der Schweizer Veranstalter und ausländischer Marken
Was folgt, ist eine Einordnung nach den Kategorien, die das Geldspielgesetz selbst vorgibt: Bewilligungsstatus und Veranstalter. Innerhalb der zwei Schweizer Veranstalter ist die Sache kurz, weil sie nach demselben Gesetz bewegen und aufs gleicher Markt operieren. Bei den ausländischen Marken ist nur der Bewilligungsstatus sicher belegt – alles, was die einzelne Marke zu Tennis-Quoten oder Boni anbietet, gehört in die AGB der Marke, nicht in einen Vergleich ohne aktuellen Stand.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Lizenzstatus |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); IKV 2020 |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| Rabona | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Jackbit | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Fezbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Powbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| Hornetbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
| BetFury | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Marke nicht etabliert; in der Schweiz ohne rechtliche Kraft (Art. 4 BGS) |
Worauf die Tabelle verzichtet – und warum. Sie verzichtet auf Quote-Vergleiche, Bonushöhen und Auszahlungszeiten. Dafür gibt es drei Gründe. Erstens veröffentlichen weder Sporttip noch Jouez Sport tagesaktuelle Quotentabellen, die ein Drittanbieter weiterverwenden könnte; jede genannte Quote wäre veraltet, bevor die Seite online geht. Zweitens schwanken ATP-Quoten stündlich – ein Match Alcaraz gegen Sinner hat am Tag vor dem Spiel eine andere als am Vorabendrunden-Tag. Drittens gehören Bonuskonditionen in die AGB der Marke und ändern sich monatlich; ein in einer Vergleichstabelle genannter Bonus wäre bei einer Prüfung der Marke oft schon Geschichte.
Swisslos Sporttip: was die Bewilligung im Alltag heisst
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat mit Sporttip den einzigen seriösen Weg zum ATP-Wettschein. Was die Bewilligung im Alltag heisst, ist konkret: Wer spielt, kann seine Verlustlimite im Profil setzen, kann eine Spielsperre für 1 bis 180 Tage beantragen und kann sich an die Gespa wenden, wenn etwas schiefgeht. Die Auszahlung geht auf ein Konto, das auf deinen Namen läuft (Art. 50 Abs. 2 VGS) – keine anonymen Wallets, keine Krypto-Auszahlungen. Wer mit Kredit spielen will, kann es nicht (Art. 75 Abs. 1 BGS).
Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzel- und Kombinationswette, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist der Alltag eines Spielkontos unter Schweizer Aufsicht – eng, aber vorhersehbar.
Loterie Romande Jouez Sport: der Westschweizer Weg
In den Kantonen FR, GE, JU, NE, VD und VS ist Jouez Sport der einzige Weg zum ATP-Wettschein unter Schweizer Aufsicht. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen und gegen Quoten wetten, die aus derselben Gesetzeslogik kommen wie Sporttip. Die Loterie Romande hat über 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende – eine Infrastruktur, die in den Kantonen ankert, in denen Sporttip nicht spielen darf.
Jouez Sport hat eigene Spielregeln, eigene Quoten und eigene Produktnamen. Wer in der Romandie wohnt und ein Konto bei Sporttip eröffnen will, wird abgewiesen – die Vertragsgebiete sind nicht überlappend.
Ausländische Marken im ATP-Kontext: was sie versprechen und was sie kosten
Eine Marke wie Rabona, Jackbit, Sportuna, Fezbet, Boomerang Bet, Powbet, Hornetbet oder BetFury spricht im deutschsprachigen Markt eine tennisbegeisterte Zielgruppe an, die im Internet prallt. Sie haben alle keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, gewähren keinen Schweizer Rechtsweg und können jederzeit auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Was bleibt, ist eine andere Frage: Wer aus Gewohnheit, Gewohnheitskosten oder Quote-Vergleich bei einer dieser Marken spielt, spielt ohne den Schutz des Schweizer Gesetzes. Gewinne unterliegen je nach Kanton anders der Einkommensteuer – Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag, andere Kantone milder. Wer eines dieser Konten führt, sollte sich der Konsequenzen bewusst sein, bevor er ein ATP-Spiel ankreuzt.
Steuern: was ATP-Gewinne in der Schweiz bedeuten
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt den Schwellenwert auf CHF 1’071’000 seit dem 1. Januar 2026 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Der kantonale Schwellenwert unterscheidet sich – das ist der Grund, warum die Rede vom „je nach Kanton“ stimmt. Über dem Schwellenwert zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer ATP-Gewinn liegt deutlich unter dem Schwellenwert – keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.
Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer einen Einsatz von CHF 100 auf ein ATP-Match setzt, zahlt CHF 100 Einsatz – nicht 105 oder 95. Das ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied zu Märkten, in denen die Wettsteuer auf den Einsatz erhoben wird.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis ist uneinheitlich – Thurgau behandelt sie als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone milder. Wer regelmässig bei einer ausländischen Marke spielt, sollte seine kantonale Steuerverwaltung fragen, nicht das Internet.
Werbung und Boni: was angeboten werden darf und was nicht
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht erlaubte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 Zustimmungen und Swisslos 8 erteilt. Bonusbeträge und -bedingungen stehen in den AGB des jeweiligen Veranstalters.
Das ist der Grund, warum diese Seite keine konkreten Bonusaktionen nennt: Sie sind Monat für Monat anders, in den AGB anders formuliert, und eine Werbung wäre auch redaktionell das Falsche. Wer einen Bonus will, geht in die AGB seines Veranstalters und liest sie selbst.
ATP-Quoten verstehen: was die Quote wirklich aussagt
Eine Quote von 1.55 auf einen Spieler bedeutet: Wer CHF 1 setzt, erhält im Gewinnfall CHF 1.55 – und davon, CHF 0.55 als Bruttogewinn. Bei Quote 2.55 auf den Aussenseiter erhält der Spieler CHF 2.55 zurück, davon CHF 1.55 als Bruttogewinn. Die Differenz zwischen den Quoten spiegelt die implizite Wahrscheinlichkeit wider – 1.55 entspricht etwa 65 % Wahrscheinlichkeit, 2.55 etwa 39 %. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten liegt über 100 %, weil die Marge eingebunden ist. Auf einem symmetrischen Markt mit 1.90/1.90 addieren sich die Wahrscheinlichkeiten zu 105 %, fünf Prozentpunkte Marge.
Was eine hohe Marge kostet. Ein Markt mit 8 % Marge kostet den regelmässigen Spieler auf lange Sicht 8 % seines Einsatzes; ein Markt mit 4 % Marge kostet 4 %. Die Differenz zwischen einem 4-%-Markenniveau und einem 6-%-Markenniveau entspricht über ein Jahr etwa 20 % mehr Verlust bei gleichem Einsatz. Auf ATP-Quoten sind die Margen je nach Markt verschieden; Spielsieger und Handicap haben oft höhere Margen als Over/Under. Wer die Quote-Marge lesen kann, sieht den Preis.
Wer die Quote liest, sollte drei Dinge im Kopf haben: den Belag, die Form und die Marge. Belag entscheidet, welche Spieler Spitze sind. Form entscheidet, ob ein Top-Spieler gerade verletzt war. Margen entscheiden der Verlauf des Wettens.
Häufige Fragen zu ATP Wetten in der Schweiz 2026
Welche ATP-Turniere stehen in der Schweiz zur Wette?
Nur ATP-Turniere und -Wettbewerbe, die auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen, dürfen von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) angeboten werden. Was nicht auf der Liste steht, fällt aus dem Wettprogramm, auch wenn die ATP es offiziell veranstaltet. Bei einigen Märkten kann es sein, dass eine ATP-Qualifikationsrunde nicht gelistet ist, obwohl das Hauptturnier gelistet ist.
Wie entsteht die Quote bei einem ATP-Match?
Die Quote ergibt sich aus Sicht des Veranstalters: aus dem erwarteten Spielverlauf (Belag, Form, Head-to-Head), aus dem Wettverhalten der Spielenden und aus der Marge, die der Veranstalter einbaut. Belag und Form prägen die Quote stärker als ein bekannter Name – ein Spieler, der auf Sand Spitze ist, verliert auf Hartplatz typischerweise an Quote. Die Marge zeigt sich in der Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten – über 100 %.
Was passiert bei einer Wette, wenn das Ereignis abgesagt wird?
Wird ein ATP-Match abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, wird die Wette in der Regel rückerstattet. Eine verschobene Startzeit allein ist noch kein Grund zur Rückerstattung – wer auf ein Match wettet, das auf 19:00 angesetzt war und erst um 21:00 beginnt, behält die Wette in der Regel. Die genauen Fristen und Regeln stehen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip und Jouez Sport.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Bei einer Einzelwette ist der Bruttogewinn Einsatz mal Quote. Wer CHF 10 auf Quote 1.85 setzt, erhält im Gewinnfall CHF 18.50 zurück, davon CHF 8.50 Bruttogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote – drei Voraussagen mit 1.50, 1.80 und 2.20 ergeben 5.94, der Bruttogewinn ist das 5,94-fache des Einsatzes.
Welche Limiten und welche Spielsperre gelten?
Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen; eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Bei Loterie Romande gelten vergleichbare Regeln.
Sind Gewinne steuerfrei?
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn – CHF 1’071’000 seit 1. Januar 2026 auf Bundesebene; der kantonale Schwellenwert ist anders. Über dem Schwellenwert werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Ein typischer ATP-Gewinn liegt deutlich darunter. Für Gewinne aus ausländischen Marken gilt die kantonale Praxis – Thurgau behandelt sie als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone milder. Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Tennis – Wettvergleichinfo.com
Inhalt erstellt vom Team «Wettvergleichinfo.com»
