Afrika-Cup Wetten in der Schweiz 2026 – Anbieter, Quoten und Spielerschutz beim Turnier
Der Afrika-Cup ist alle zwei Jahre der grosse Prüfstein des Kontinents, und er fällt in der Schweiz in einen ungewöhnlich engen Markt: Nur zwei Veranstalter dürfen überhaupt Sportwetten anbieten. Wer hier eine Wette platzieren will, spielt in einem System, das Spielerschutz konsequent vor Sortiment setzt, was direkte Folgen für das Angebot, die Quoten und das gesamte Erlebnis hat. Hier erfahren Wettende, wie sich das Turnier auf den Schweizer Markt auswirkt, was beim Wetten auf den Afrika-Cup rechtlich zu beachten ist und wie die Quoten bei bewilligten Anbietern entstehen.

Stand der Rechnung ist mit 19. Oktober 2026, geprüft gegen die Gespa-Liste und die Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.
Der Afrika-Cup ist alle zwei Jahre der grosse Prüfstein des Kontinents, und er fällt in der Schweiz in einen ungewöhnlich engen Markt: Nur zwei Veranstalter dürfen überhaupt Sportwetten anbieten, beide handeln unter öffentlich-rechtlicher Aufsicht, und der Wettkatalog ist behördlich zugeschnitten, nicht werblich. Wer hier eine Wette platzieren will, zahlt den Preis für ein System, das Spielerschutz vor Sortiment setzt, und das hat Folgen für Angebot, Quote und Erlebnis gleichermassen.
Der Afrika-Cup ist alle zwei Jahre der grosse Prüfstein des Kontinents, und er fällt in der Schweiz in einen ungewöhnlich engen Markt: Nur zwei Veranstalter dürfen überhaupt Sportwetten anbieten. Wer hier eine Wette platzieren will, spielt in einem System, das Spielerschutz konsequent vor Sortiment setzt, was direkte Folgen für das Angebot, die Quoten und das gesamte Erlebnis hat. Hier erfahren Wettende, wie sich das Turnier auf den Schweizer Markt auswirkt, was beim Wetten auf den Afrika-Cup rechtlich zu beachten ist und wie die Quoten bei bewilligten Anbietern entstehen.
Die zehn Anbieter für Afrika-Cup-Wetten im Überblick
Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, hat die Wahl zwischen zwei bewilligten Veranstaltern und einer Reihe ausländischer Marken, die hierzulande ohne Bewilligung operieren. Beide Gruppen werden hier nach denselben Kriterien beschrieben, klar getrennt nach ihrer Rechtsstellung.

| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Hintergründe / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Gespa, BGS) | Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produktname Sporttip; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Gespa, BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produktname Jouez Sport; Vertragsgebiet FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| Bruce Bet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| 1xBet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Funbet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Boomerang Bet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| BetLabel | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Gamdom | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| Pribet | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
| WirWetten | Nein | Keine Schweizer Bewilligung; Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste |
Die ersten zwei sind die einzigen legalen Adressen. Der Rest operiert ausserhalb der Schweizer Aufsicht, fällt nicht unter die Spielsperre und kann von Gespa per DNS-Sperre blockiert werden. Wer dort ein Konto eröffnet, hat im Streitfall keine schweizerische Anlaufstelle und läuft Gefahr, dass Gewinne aus ausländischen Grossspielen nach kantonaler Praxis voll einkommenssteuerpflichtig sind.
Was den Afrika-Cup ausmacht: Format, Geschichte und nächste Ausgabe
Der Afrika-Cup ist die kontinentalen Endrunde des afrikanischen Fussballverbands CAF und wird seit 2019 mit 24 Mannschaften ausgetragen, was die Qualifikation in sechs Vierergruppen, das Weiterkommen der zwei Gruppenersten und -zweiten sowie der vier besten Drittplatzierten und anschliessend ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bedeutet. Der Wettbewerb wird von der CAF organisiert und existiert seit 1957; Ägypten hält mit sieben Titeln den Rekord, Samuel Eto’o mit 18 Toren den Torrekord.
Die jüngste Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt. Grund für die Verschiebung vom gewohnten Sommerfenster war ein Terminkonflikt mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025, der das Turnier auf den Jahreswechsel rückte. Im Finale gewann Senegal gegen den Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung; zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil die senegalesische Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatte; der Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig war Brahim Díaz mit fünf Treffern, das Spiel um Platz drei entschied Nigeria im Elfmeterschiessen mit 4:2 gegen Ägypten.
Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Geplant ist, dass das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfindet, also im Vier-Jahres-Rhythmus parallel zu den grossen FIFA-Turnieren. Für die Schweizer Wettkunden bedeutet das: Wer heute seine Planung macht, schaut entweder auf die Nachbereitung der Ausgabe 2025 oder bereits auf die Sommer-Ausgabe 2027.
Spielplan: Warum die K.-o.-Phase Wettzeitpunkte verschiebt
Der Spielplan des Afrika-Cups ist für Wettende vor allem ein Zeitstrukturproblem. In der Gruppenphase stehen pro Tag vier bis sechs Spiele an, ab dem Achtelfinale wird das Programm dünner und gleichzeitig teurer in der Quote, weil jedes Spiel nun ein Endspielcharakter hat. Wer schon vor der Endrunde plant, sollte sich die Gruppenauslosung beschaffen, sobald sie vorliegt, und die Begegnungen nach Daten geordnet in eine Tabelle legen.
In der K.-o.-Phase gilt zusätzlich die Regel, dass Verlängerung und Elfmeterschiessen zur Wette gehören, wenn das Wettprogramm dies vorsieht oder der Wettgegenstand selbst die Verlängerung ist. Eine Wette auf den «Spielausgang» mit Quote 2.10 vor dem Anpfiff eines Viertelfinals deckt in der Regel nur die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit ab, nicht das Elfmeterschiessen, das über Aufstieg oder Ausscheiden entscheidet. Wer auf den Sieger eines Viertelfinals setzt, wettet in der Regel auf das Gesamtergebnis inklusive Verlängerung und Penaltys. Das ist der Punkt, an dem aus einer 1.80er-Quote plötzlich eine Wette wird, die ohne Verlängerung nichts wert ist.
Rechtslage: Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter aktiv sein dürfen
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51), und Grossspiele dürfen nur von zwei Veranstaltern angeboten werden, die je eine kantonale oder interkantonale Bewilligung haben: Swisslos mit dem Produktnamen Sporttip und Loterie Romande mit dem Produktnamen Jouez Sport. Beide brauchen neben der Veranstalterbewilligung noch eine Spielbewilligung pro Spiel, und jede Bewilligung gilt ausdrücklich nur in der Schweiz.
Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die Eidgenössische Spielbankenkommission, die nur für Casinos zuständig ist. Die Gespa führt die Bewilligungen, sie überwacht die Einhaltung der Spielregeln, und sie veröffentlicht die Sperrliste jener ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren.
Was gewettet werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026); nur was dort auftaucht, darf angeboten werden. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nie über Trainingsläufe. Die Liste enthält weder Eckball- noch Kartenmärkte und keinen Esports-Abschnitt. Das ist der Grund, warum das Sortiment bei Swisslos und Loterie Romande schmaler ausfällt als bei einem internationalen Anbieter: Nicht der Buchmacher entscheidet, was er anbieten will, sondern die Bewilligungsbehörde.

Live-Wetten sind im Grundsatz erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern Sache des Veranstalters und seiner Spielregeln. Virtuelle Sportarten: rechtlich nicht abschliessend geklärt, hier nicht weiter behandelt. Esports: keine Sektion auf der Gespa-Liste.
Wer in der Schweiz wettet, muss volljährig sein, seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben und darf keine Spielsperre haben. Die Identität wird per Ausweis-Upload verifiziert, jede Person darf nur ein Konto führen. Wer einer Spielmanipulation überführt wird oder gegen die Sperre verstösst, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Was eine ausländische Lizenz in der Schweiz wert ist
Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft: Eine ausländische Bewilligung verleiht kein Recht, hierzulande Sportwetten anzubieten, und das Anbieten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat nach Art. 130 BGS, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren. Wer als Spieler bei einem ausländischen Anbieter wettet, wird zwar nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine schweizerische Anlaufstelle für Streitfälle. Die Sperrliste enthält 671 Domains per Ende 2025; blockierte Domains werden ersetzt, die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als bekannte Fälle, und bet365 steht ebenfalls auf der Liste.
Anders formuliert: Ein «Malta-Lizenz»-Badge auf der Startseite eines Anbieters ist hier kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Hinweis darauf, dass die Marke in der Schweiz unter den Bedingungen Player, der ausländischen Jurisdiktion arbeitet, mit den entsprechenden Folgen für Schutz und Besteuerung.
Spielerschutz und Verlustlimiten: Was unabhängig vom Turnier gilt
Verlustlimiten und Spielsperre sind in der Schweiz keine Marketing-Versprechen, sondern Pflichten aus dem Geldspielgesetz. Wer bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport mitmacht, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Zeitraum und CHF 1’000 für Spielerinnen und Spieler unter 21 Jahren. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, gesetzlich sind 24 Stunden vorgesehen, Swisslos und Loterie Romande wenden die längere Frist in ihren Bedingungen an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster setzen.
Die Spielsperre selbst ist zweistufig aufgebaut. Wer sich selbst sperren will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer eine unbefristete Sperre eintragen lässt, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein gilt. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn, das ist hart formuliert, aber es ist die Konsequenz aus dem Schutzgedanken.
Was nicht existiert: Eine staatliche Einzahlungs-Obergrenze wie in manchen europäischen Märkten. Die Limite ist immer selbst gesetzt, der Anbieter muss die technische Möglichkeit bieten und sie durchsetzen, der Staat schreibt keinen Höchstwert vor. Was auch nicht existiert: Eine Sperrwirkung gegenüber ausländischen Anbietern, wenn diese nicht auf der Liste stehen; die Spielsperre wirkt gegenüber den Schweizer Veranstaltern und gegenüber den Schweizer Casinos, nicht gegenüber einer Curaçao-Plattform.
Was das mit dem Afrika-Cup zu tun hat? Eine Endrunde ohne Schweizer Beteiligung ist für den Spielerschutz trotzdem eine Endrunde. Wer ohne Schweizer Spiel ein Turnier verfolgt, soll nicht ausgerechnet dann aufhören zu planen, was er ausgibt. Die Limite bleibt eine Linie.
Testkäufe 2025: Wo der Schutz an der Verkaufsstelle schwächelt
Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt, mit einem für die Branche unangenehmen Ergebnis: In 47,5 Prozent von 200 Versuchen wurde an Minderjährige eine Sportwette verkauft. Das ist kein Randthema, das ist die Hälfte aller Testkäufe. Wer also das Online-Format nutzt und sich auf den Online-Schutz verlässt, hat diesen Vorteil; wer am Schalter an der Volg-Tanks wettet, hat ihn möglicherweise nicht, und genau deshalb ist die Online-Spielregelung mit Ausweisprüfung und 18+ so sperrig, aber so notwendig.
Wettarten, Quoten und das, was eine Quote tatsächlich bedeutet
Eine Wette auf den Afrika-Cup unterscheidet sich nicht grundsätzlich von einer Wette auf die Bundesliga: Es gibt Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Langzeitwetten, Live-Wetten, und die Quote spiegelt die Einschätzung des Buchmachers plus dessen Marge. Aber was heisst das in Zahlen?
Eine Einzelwette ist die einfachste Form. Man wählt ein Spiel und einen Ausgang, etwa Senegal gewinnt, und bekommt bei Treffer den Einsatz multipliziert mit der Quote zurück. Beispiel: Einsatz CHF 2, Quote 2.10, Rückzahlung bei Treffer 4,21 CHF, davon 2 CHF Einsatz und 2,21 CHF Nettogewinn.
Eine Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Beine. Wer drei Spiele mit Quoten 1.80, 2.10 und 1.95 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von rund 7.38, bei einem Einsatz von CHF 2 sind das CHF 14.76 Rückzahlung im Erfolgsfall. Das Risiko steigt mit jedem Bein: Eine 3er-Kombi trifft nur, wenn alle drei Spiele wie erwartet ausgehen, und die Marge jedes einzelnen Marktes schlägt auf das Produkt durch.
Eine Systemwette erlaubt Teilerfolg, ist dafür in der Regel teurer in der Gesamteinsatz-Summe. Bei Sporttip ist die Obergrenze pro Systemwette CHF 10’000, gegenüber CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, wird mit der Systemwette kaum an Grenzen stossen.
Marge berechnet, nicht erraten: Ein Beispiel mit zwei Quoten
Was kostet eine Quote wirklich? Hier eine Beispielrechnung, kein Echtpreis, drei Ausgänge eines Spiels, einer davon Heimsieg, einer Unentschieden, einer Auswärtssieg. Es geht um das Prinzip, nicht um ein konkretes Spiel.
Gegeben sind drei Quoten für ein Spiel: 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden, 3.60 für Auswärtssieg. Wer eine Wette versucht, will wissen, was der Buchmacher von jedem Frankenwert behält, und das sagt die Marge.
Die Auszahlungsquote eines Marktes ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1/2.10 plus 1/3.40 plus 1/3.60, also rund 0.4762 plus 0.2941 plus 0.2778, in der Summe rund 1.0481. Eine Auszahlungsquote über 100 Prozent ist rechnerisch möglich, aber das wäre ein Buchmacher, der Geld verliert, sobald Wetten über die typische Verteilung angenommen werden. Eine Auszahlungsquote unter 100 Prozent bedeutet, dass der Buchmacher im Schnitt einen Teil des Einsatzes einbehält. Eine Auszahlungsquote von 95,2 Prozent hiesse: Der Buchmacher behält rund 4,8 Prozent. Eine Auszahlungsquote von 90,5 Prozent hiesse: rund 9,5 Prozent Marge.
Mit diesen beispielhaften Quoten liegt die Auszahlungsquote bei rund 95,4 Prozent, die Marge entsprechend bei rund 4,6 Prozent. Eine plausible Bandbreite für europäische Top-Ligen ist 3 bis 6 Prozent auf 1X2-Märkten; für kleinere Märkte, Live-Wetten und exotische Wettarten liegen die Margen regelmässig höher, im Bereich von 6 bis 10 Prozent. Für ein Freundschaftsspiel einer afrikanischen Auswahl gegen einen asiatischen Gastgeber in der Sommerhitze, mit zehn verschiedenen Wettarten im Angebot, ist eher das obere Ende der Bandbreite realistisch.
Wichtig ist, dass diese Bandbreite eine Eigenschaft des Marktes und der Veranstaltung ist, nicht des Veranstalters im Speziellen. Die Marge eines Anbieters auf Champions League 1X2 ist eine andere als die Marge desselben Anbieters auf Afrika-Cup-Einzelwetten. Die Marge einer Viertelfinalwette mit Handicap ist wieder eine andere.
Quotenboosts und Profitboosts: Was die Werbung kostet
Bei Sporttip gibt es zwei Arten von Quote-Erhöhungen, die in den Spielregeln klar beschrieben sind: Quotenboosts, die online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten, und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereins werden gespiegelt. Beide sind pro Spielendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist kein Bonus, der sich versteckt, das ist eine Werbung, die ihren Preis nennt.
Wer einen Quotenboost auf ein Viertelfinalspiel nutzt, sieht im Wettschein den erhöhten Auszahlungsbetrag, aber die Erhöhung wird typischerweise durch eine niedrigere Ausgangsquote erkauft oder durch eine niedrigere maximale Einsatzlimite. Wer einen Profitboost auf einen Langzeitgewinn des Turniersiegers nimmt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, riskiert aber denselben Verlustweg, wenn die Auswahl vorzeitig ausscheidet.
Die Reibung zwischen Boost und Cash-Out ist dabei der Punkt: Wird die Wette vor Abschluss des Turniers ausgewertet und liegt ein Cash-Out auf dem Tisch, fällt der Boost typischerweise weg. Wer auf den Turniersieger mit Boost wettet, sollte sich überlegen, ob er den Ausgang wirklich bis zum Finale durchhalten will, denn der Cash-Out-Pfad, falls er angeboten wird, ist im Boost nicht enthalten.
Kombiboost: Vier Beine, vier Prozent mehr
Wer bei Sporttip online auf eine Kombiwette mit mindestens vier Voraussagen setzt, jede zu einer Quote von mindestens 1.50, bekommt einen Bonus auf den Nettogewinn, gestaffelt nach Anzahl Beine: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn, 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, der Bonus gilt für Prematch, Live und Systemwetten.
Wirtschaftlich übersetzt: Wer vier Beine à1.80 kombiniert, bekommt eine Gesamtquote von rund 10.50 und mit dem 5-Prozent-Boost einen Nettogewinn, der um 5 Prozent höher liegt als ohne Boost. Das ist ehrlich wenig für vier korrekt geratene Ausgänge. Bei sieben Beinen wird es interessanter, 20 Prozent Aufschlag auf eine schon riskante Wette. Bei fünfzehn Beinen ist der100-Prozent-Boost eine Verdoppelung, aber das Risiko, fünfzehn korrekte Vorhersagen zu treffen, ist so klein, dass die Versicherung in den allermeisten Fällen nicht zündet.
Die Schweizer Spielregeln sind hier ehrlicher als vieles, was im internationalen Marketing als «Booster» verkauft wird. Sie nennen die Quotenuntergrenze 1.50, sie nennen die Staffelung, sie nennen die Limitierung, sie nennen das Cash-Out-Verhalten. Was sie nicht nennen: Die Höhe der Marge, die in jedem Bein sitzt, und die mit jedem zusätzlichen Bein multiplikativ aufgepumpt wird. Ein Booster über fünfzehn Beine mit Quote 1.50 hat eine eingebaute Marge, die näher am oberen Ende liegt als an jedem Punkt darunter, und der100-Prozent-Boost schenkt dem Spielenden die Hälfte der durchschnittlichen Marge zurück, nicht den ganzen Gewinn.
Cash-Out: Früher aussteigen, weniger mitnehmen
Cash-Out heisst, eine laufende Wette vor dem eigentlichen Ausgang an den Buchmisseur zurückzuverkaufen. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, nicht in Teilbeträgen. Swisslos behält sich vor, Cash-Out nicht für jede Wette anzubieten, und der Betrag ist nach eigenen Angaben tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn.
Die Formulierung «tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn» ist der entscheidende Satz. Cash-Out ist eine Versicherung gegen späteren Verlust, keine Gratis-Option auf einen Teil des Gewinns. Wer nach60 Minuten seine2.10er-Wette auf Heimsieg mit einem 1:0-Vorsieher auscashen will, bekommt einen Betrag, der unter dem liegt, was bei Spielende 1:0 winken würde; dafür nimmt er das Risiko weg, in der Nachspielzeit den Ausgleich zu kassieren und die Wette zu verlieren.
Reguläre Spielzeit, Verlängerung, Elfmeterschiessen: Wo die Wette endet
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, Fussball also die 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette selbst auf die Verlängerung zielt. Das ist die Stelle, an der Afrika-Cup-Viertelfinals und -Halbfen Wettende überraschen können: Eine Wette auf «Sieger einschliesslich Verlängerung» deckt das Elfmeterschiessen ab, eine Wette auf «Spielausgang nach 90 Minuten» deckt es nicht ab. Im Viertelfinale ist es möglich, nach 90 Minuten 1:1 zu stehen und die Entscheidung im Penaltyschiessen zu suchen; wer auf den Sieger gewettet hat, gewinnt, wer auf «Spielausgang nach 90 Minuten» gewettet hat, sieht eine Rückzahlung mit Quote 1.00.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 passierte genau das nicht, denn Senegal gewann bereits in der Verlängerung 1:0 gegen Marokko. Wer also auf «Senegal gewinnt das Finale» gesetzt hatte, war im Plus, ohne dass das Penaltyschiessen zur Sprache kam.
Live-Wetten: Das Risiko hinter dem Komfort
Live-Wetten bei Sporttip sind Wetten während des Spiels. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Spiel live übertragen wird, was gerade für afrikanische Endrunden praktisch ist, wo nicht jedes Spiel im Schweizer Fernsehen zu sehen ist. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Das ist der Punkt, an dem Live-Wetten ihren Preis zeigen: Die Zeitverzögerung zwischen Ereignis und Annahme. Wer auf das nächste Tor nach einem 1:0 wettet und das Tor liegt in dem Moment schon in den Maschen, ist zu spät. Wer auf das nächste Tor nach einem Foulpfiff wettet, der vielleicht einen Elfmeter einleitet, muss den Pfiff und die Folgen in Sekunden antizipieren. Der Buchmasser schützt sich mit Quote 1.00, der Spielende trägt das Restrisiko.
Anbieter im Vergleich: Was die zwei bewilligten Veranstalter konkret bieten
Was folgt, ist kein Ranking, das behauptet, ein Anbieter sei besser als ein anderer; es ist eine Beschreibung der zwei bewilligten Veranstalter und der acht ausländischen Marken, die als Referenz aufgeführt sind, weil sie Schweizer Spielende im Alltag treffen. Beide Gruppen werden nach denselben Kriterien beschrieben, klar getrennt nach ihrer Rechtsstellung.
Swisslos Sporttip
Swisslos, offiziell SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, sitzt in Basel und ist einer der zwei bewilligten Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz. Das Sportwetten-Produkt läuft unter dem Namen Sporttip, und es gilt im Vertragsgebiet von Swisslos, das die Deutschschweizer Kantone umfasst: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, kann sich bei Sporttip nicht anmelden, sondern wendet sich an Loterie Romande.
Das Sortiment entspricht der Gespa-Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Fassung 10.09.2026. Quotenboosts und Profitboosts sind möglich, jeweils nur einmal pro Spielendem, mit Limiten in Einsatz und Erhöhung, und der Cash-Out ist online verfügbar, aber nicht garantiert pro Markt. Wer eine Afrika-Cup-Wette platzieren will, prüft das Sporttip-Wettprogramm auf das konkrete Spiel, da die Liste nicht jeden Markt zu jeder Zeit enthalten muss.
Die Identitätsprüfung verlangt einen Ausweis-Upload, die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft, und pro Person ist nur ein Konto erlaubt. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden vor der ersten Wette gesetzt, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang für 1 bis 180 Tage sperren oder eine unbefristete Sperre im schweizweiten Register eintragen lassen.
Für die Ausgabe 2025 von Swisslos ergibt sich eine Reingewinn-Verteilung von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammen CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio. Das ist der Kontext, in dem Sporttip operiert: ein gemeinwohlorientiertes Modell, das den Kontinentwettbewerb nicht als Produkt, sondern als Teil eines Sortiments behandelt, das Spielerinnen und Spielern einen sicheren Rahmen bieten soll.
Für Afrika-Cup-Wettende bedeutet das: Wer in der Deutschschweiz wohnt und ein Konto bei Swisslos eröffnet, hat die Wahl zwischen den Spielen der Endrunde in dem Rahmen, den die Gespa-Liste setzt, mit Marge und Quote in einem Korridor, der eher am unteren Ende der europäischen Bandbreite liegt, aber dafür mit vollem Schweizer Schutz.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande, offiziell Société de la Loterie de la Suisse Romande, ist der zweite bewilligte Veranstalter und bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Das Produkt heisst Jouez Sport, die Kontaktadresse des Unternehmens ist Avenue de Provence 14 in Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann sich bei Jouez Sport nicht anmelden. Die Spielregeln, die Limite und die Spielsperre funktionieren nach demselben Rahmen wie bei Swisslos, mit denselben Obergrenzen für die Verlustlimiten, derselben Altersgrenze 18 und derselben Identitätsprüfung. Die Auswahl der Wettarten folgt derselben Gespa-Liste, das heisst, das Sortiment ist strukturell identisch, mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der redaktionellen Darstellung.
Jouez Sport ist im Westschweizer Markt die einzige legale Adresse. Wer in Genf auf den Afrika-Cup wetten will, geht entweder online zu Jouez Sport oder an eine der 2’350 Verkaufsstellen. Wer eine bestimmte Afrika-Cup-Wette sucht, die im Jouez-Sport-Programm nicht auftaucht, muss sie entweder weglassen oder den Veranstalter wechseln, was wegen der Bewilligungsstruktur nicht möglich ist: Der Westschweizer Spielende hat nur eine legale Adresse.
Bruce Bet, 1xBet, Funbet, Boomerang Bet, BetLabel, Gamdom, Pribet, WirWetten
Diese acht Anbieter sind keine Schweizer Veranstalter. Sie haben in der Schweiz keine Bewilligung, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen und werden dann per DNS-Sperre für Schweizer Internetanschlüsse blockiert. Eine Lizenz aus einem anderen Land, etwa Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Kraft, was das Anbieten hier nicht legal macht.
Wer dort wettet, tut dies ohne Schweizer Spielsperre, ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Aufsicht und ohne Schweizer Rechtsweg im Streitfall. Die Sperrliste der Gespa wird regelmässig aktualisiert und enthält per Ende 2025 671 Domains; blockierte Domains werden ersetzt, was die Sperre zu einem laufenden Katz-und-Maus-Spiel macht, nicht zu einer dichten Mauer.
Für die Schweizer Wettenden, die in diesen Vergleich einbezogen werden, gilt: Die Marge ist bei diesen Anbietern oft höher als bei den bewilligten Veranstaltern, das Sortiment ist breiter (Eckball-Märkte, Kartenmärkte, Esports, Spieler-spezifische Märkte), aber der Schutz ist dünner, und die Besteuerung von Gewinnen ist nach kantonaler Praxis, etwa im Thurgau, vollständig einkommenssteuerpflichtig.
Diese acht Marken agieren ohne Schweizer Bewilligung und sind daher nicht an die Schweizer Spielregeln gebunden. Sie bieten keinen Zugang zum Schweizer Spielsperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Angebote unterliegen nicht der behördlichen Kontrolle durch die Gespa. Wettende sollten bei solchen Anbietern die Risiken eines fehlenden Spielerschutzes und die steuerliche Behandlung der Gewinne gemäss kantonaler Praxis berücksichtigen.
Besteuerung von Wettgewinnen: Wann die Verrechnungssteuer greift
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt bei CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026; bis Ende 2025 waren es CHF 1’070’400. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die der Spielende über die Steuererklärung zurückholen kann, sofern die persönliche Steuerlast niedriger ist als 35 Prozent. Kantonal können die Freibeträge abweichen, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» die ehrliche ist.
Für die typische Afrika-Cup-Wette bedeutet das: Wer auf ein Viertelfinalspiel50 CHF setzt und mit Quote 2.50 gewinnt, hat einen Gewinn von 75 CHF, deutlich unter dem Freibetrag, und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Wer in einem Jahr mit sehr hoher Trefferquote auf einen Langzeit-Sieg 5’000 CHF Gewinn macht, ist immer noch unter dem Freibetrag.
Gewinne aus ausländischen Anbietern fallen nicht unter die Verrechnungssteuer, weil diese nur bei Schweizer Veranstaltern greift. Sie sind aber nach kantonaler Praxis, im Thurgau vollständig, in anderen Kantonen mit unterschiedlichen Freibeträgen, einkommenssteuerpflichtig. Wer also im Januar 2026 auf das Finale Senegal-Marokko bei einem ausländischen Buchmasser gewettet und 200 CHF Gewinn gemacht hat, muss die Regeln des eigenen Kantons prüfen.
Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Was die Quoten reduziert, ist die Marge des Veranstalters und nicht eine staatliche Steuer.
Wer die Spielerin vor der Steuererklärung fragt, fragt am falschen Ort
Die kantonalen Steuerverwaltungen sind die richtige Adresse für eine verbindliche Auskunft über die steuerliche Behandlung von Wettgewinnen. Die ESTV selbst informiert allgemein über die Verrechnungssteuer und die Freibeträge, aber sie entscheidet nicht im Einzelfall. Wer online bei einem ausländischen Anbieter gewonnen hat und im Kanton Thurgau wohnt, sollte dort nachfragen, nicht im Forum.
Werbung, Boni und das, was auf den Tisch kommt
Werbung für Glücksspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele in der Schweiz ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Das richtet sich an Werbende und Vermittler, nicht an Spielende.
Gratis-Spielguthaben und Gratis-Wetten brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt; das zeigt, wie sparsam die Aufsicht mit Gratisspielen umgeht. Was am Ende auf dem Wettschein erscheint, ergibt sich aus den Spielregeln des Veranstalters, nicht aus einer Werbung. Wer einen Quotenboost oder einen Profitboost auf einer Sporttip-Seite sieht, kann den Boost ablehnen und die reguläre Quote spielen, was bei kleinen Unterschieden ökonomisch sinnvoll sein kann.
Was nicht existiert: Eine zeitliche Werbe-Sperre, etwa kein Werbespot für Sportwetten vor 22 Uhr. Die zeitliche Werbung ist in der Schweiz nicht gesetzlich beschränkt, sondern nur inhaltlich.
Was die zwei Schweizer Veranstalter konkret unterscheidet
Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Swisslos Sporttip. Wer in der Romandie wohnt, geht zu Loterie Romande Jouez Sport. Wer in einem Drittland wohnt, etwa in einem Kanton, der weder deutsch- noch französischsprachig ist, geht dorthin, wo der Wohnsitz liegt. Die Vertragsgebiete sind in den Spielregeln festgelegt, sie sind nicht verhandelbar.
Innerhalb der zwei Veranstalter gibt es redaktionelle Unterschiede im Wettprogramm und in den Quoten, aber strukturell sind sie Spiegelbilder. Die Gespa-Liste ist dieselbe, die Wettarten sind dieselben, die Limite sind dieselben, die Spielsperre ist dieselbe. Wer den Unterschied sucht, sucht ihn in der Marge der konkreten Quote, nicht in der Lizenz.
Wer ein Konto bei beiden Veranstaltern eröffnen will, kann das tun, sofern er in beiden Vertragsgebieten wohnt. Wer nur in einem wohnt, hat nur einen Veranstalter zur Verfügung. Wer gar nicht in der Schweiz wohnt, hat keinen der beiden Veranstalter zur Verfügung, auch wenn das Online-Formular eine ausländische Adresse akzeptiert; die Verifizierung der Adresse ist Teil der Konto-Eröffnung und schliesst Ausländer aus.
Was die Veranstalter in der Romandie anders machen
Die Loterie Romande hat ein dichteres Netz an Verkaufsstellen, 2’350 in der Westschweiz, was die Hemmschwelle für eine spontane Wette am Schalter niedriger macht. Wer in einem Bergdorf im Wallis wohnt, hat vermutlich eine Verkaufsstelle in der Nähe; wer in einem Dorf im Appenzell wohnt, hat die Swisslos-Verkaufsstellen. Das ist ein praktischer, kein struktureller Unterschied.
Was die Veranstalter gemeinsam haben: Schutz, Marge, Sortiment
Schutz: Identitätsprüfung, Verlustlimiten, Spielsperre, Werbebeschränkung, Gratisspiel-Bewilligung. Marge: im Korridor europäischer Buchmasser, mit höheren Margen in exotischen Märkten. Sortiment: Gespa-Liste, mit Fussball als grösster Sportart und Afrika-Cup als zeitlich begrenztem Highlight innerhalb des Fussball-Sortiments.
Was das für den Afrika-Cup 2027 heisst: Wer auf den Afrika-Cup 2027 wetten will, sobald die Gruppenkonzepte feststehen, wird bei Swisslos oder Loterie Romande die Spiele finden, mit Einzel-, Kombi- und Systemwetten, mit Cash-Out, wo verfügbar, mit Boosts, wo ausgewiesen, und mit denselben Limite wie bei jeder anderen Sportwette.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in der Schweiz
Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?
Der Afrika-Cup wird vom afrikanischen Fussballverband CAF organisiert und seit 1957 ausgetragen. Die jüngste Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt; die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant, mit 54 Mannschaften in der Qualifikation. Eine Ausgabe mit dem Namen «2026» existiert nicht.
Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweiz. Andere Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, und eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?
In der Regel nein, wenn das Wettprogramm nichts anderes sagt. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette selbst auf die Verlängerung zielt. Eine Siegerwette auf das Viertelfinale deckt üblicherweise das Gesamtergebnis ab, eine Wette auf den Spielausgang nach 90 Minuten dagegen nicht.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote minus Einsatz. Eine Quote von 2.10 auf einen Einsatz von CHF 2 ergibt 4,20 CHF, davon 2 CHF Einsatz und 2,20 CHF Nettogewinn. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmasser im Durchschnitt einbehält; sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote eines Marktes, also der Summe der Kehrwerte aller Quoten. Bei drei Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95,4 Prozent und die Marge bei rund 4,6 Prozent.
Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?
Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre ist frühestens nach drei Monaten aufhebbar.
Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Bei bewilligten Schweizer Veranstaltern ist der Gewinn bis zum bundesrechtlichen Freibetrag steuerfrei; der Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Kantonal können die Freibeträge abweichen, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, die Einkommenssteuer richtet sich nach der kantonalen Praxis.
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